Sachertorte (Original? Schokoklassiker!)

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Letzte Woche konnte ich nicht widerstehen und hab mir mein erstes Backzubehör einer namhaften französischen Firma gekauft. Eine Tatin-Form – perfekt für eine Tarte Tatin – allerdings wollte ich ja auf keinen Fall wieder etwas mit Äpfeln machen. Da kam mir der (nachdrückliche) Wunsch eines Freundes nach einer Sachertorte wie gerufen. Also hieß es am Wochenende ran an die Backform und immer fleißig Fotos schießen. Es gibt ja keine offizielle Original-Sacher-Torte. Ist eine ganz interessante Geschichte über die Entstehung und Weiterentwicklung der Torte. Wie sich jetzt herausgestellt hat ist meine Art mit zwei Marmeladenschichten die, wie sie im Hotel Sacher angeboten wird. Daneben gibt es noch die Demel-Variante ohne der mittleren Marmeladenschicht. Hinzu kommen noch viele Abwandlungen mit zusätzlichem Marzipan etc.
Meiner Meinung nach lockert die zusätzliche mittlere Konfitüreschicht die Torte etwas auf. Somit ist diese Art mein persönlicher Favorit – und das Rezept möchte ich euch heute vorstellen.
Für die Torte habe mir auch schön Zeit gelassen und der noch nicht ganz fertigen Torte eine nächtliche Ruhephase gegönnt. Das hat den Vorteil, dass die Marmeladenschicht richtig fest wird und es besteht nicht die Gefahr, dass sie zusammen mit der Schokoladenschicht verschmilzt. Auf jeden Fall hat es der Torte nicht geschadet und dem ausgesprochenen Sachertorten-Fan hat es auch geschmeckt – das war die Hauptsache. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn ihr euch auch an diese Torte heranmacht und hoffe, ihr findet an meinem Rezept gefallen.

Zutaten:
Für den Teig:
6 Eier, getrennt
110 gr. Zucker, fein
1 Prise Salz
130 gr. Schokolade, Zartbitter, geschmolzen
140 gr. Butter, weich
110 gr. Puderzucker, gesiebt
½ Esslöffel Vanilleextrakt
140 gr. Mehl, gesiebt

Für die Konfitüreschicht:
300 gr. Aprikosenkonfitüre, leicht erwärmt
1 Teelöffel Gelatinepulver (optional)

Für das Topping:
125 ml Wasser
200 gr. Zucker
150 gr. Schokolade, Zartbitter

Zusätzlich braucht ihr:
Springform 26 cm mit Backpapier ausgelegt, Ränder gebuttert und bemehlt
Backofen 170°C (Ober-/ Unterhitze)

Herstellung:

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Zuerst die Eier trennen. In das Eiweiß eine Prise Salz geben. Die Eiweiße auf höchster Stufe mit dem Mixer verquirlen. Sobald die Eiweiße schaumig werden, nach und nach den Zucker einrieseln lassen. So lange schlagen, bis die Masse schnittfest wird. Da es sechs Eiweiß sind kann das schon eine kleine Weile dauern. Wichtig ist, dass die ganze Masse gleichmäßig fest ist.
Gleichzeitig schon mal die Schokolade im Wasserbad schmelzen und dann leicht abkühlen lassen.

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In einer weiteren Schüssel die Butter zusammen mit dem Puderzucker und dem Vanilleextrakt zu einem weichen Brei schlagen. Dann nach und nach die Eigelb einzeln hinzugeben und immer kurz warten, bis das Eigelb eingearbeitet ist.

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In die Eigelbmasse dann die geschmolzene und leicht abgekühlte Schokolade geben und einarbeiten.

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Danach dann das geschlagene Eiweiß und das gesiebte Mehl dazu geben und mit einem Spatel unterheben bis Ihr eine homogene Masse habt.
Die Masse dann in die mit Backpapier ausgelegte Springform geben und in den vorgeheizten Backofen stellen. Die ersten 10 Minuten die Ofentür noch mit einem Kochlöffel leicht geöffnet lassen. Dann weitere 45 Minuten bei geschlossener Ofentür backen. Insgesamt habt ihr eine Backzeit von 55 Minuten – aber macht ruhig immer mal eine Stäbchenprobe, ob der Boden nicht schon fertig ist bzw. etwas länger braucht.

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Nach der Backzeit – falls der Boden am Rand festgebacken ist – den Boden vom Rand mit einem scharfen Messer trennen und dann den Boden noch in der Form auf ein Gitter zum Auskühlen stürzen. Zieht das Backpapier erst vorsichtig ab, wenn der Boden schon etwas abgekühlt ist.
Ist er völlig abgekühlt mit einem scharfen Messer halbieren. Ca. 1/3 der leicht erwärmten Konfitüre auf der Schnittfläche verteilen und wieder zusammensetzen. Die restliche Konfitüre dann oben auf dem Deckel verteilen und auch die Seiten mit einstreichen.

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Das Ganze habe ich dann über Nacht im Kühlschrank abkühlen lassen. Ich gehe mal davon aus, dass zwei Stunden im Kühlschrank auch ausreichen. Die Konfitüre sollte fest geworden sein, da noch der Schokoladenguss darauf muss.
Weil ich ein Feigling bin habe ich noch einen Teelöffel Gelatinepulver beim Erwärmen der Konfitüre hinzugegeben – um ganz sicher zu gehen, dass die Konfitüre auch fest wird. Es müsste aber auch ohne gehen. Da es aber meine erste Sachertorte war, wollte ich auf Nummer Sicher gehen.

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Aus dem Wasser und dem Zucker einen Sirup herstellen. Das Gemisch auf mittlerer Hitze so ca. 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Den Sirup stark abkühlen lassen – auf ca. 45° – und dann die Schokolade darin schmelzen.
Mit dem Schokoguss dann die Torte überziehen und noch ein letztes Mal komplett auskühlen lassen.

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Dieses Mal war ich wohl etwas zu ungeduldig was den Schokoguss angeht. Leider ist dieser matt geworden, da der Sirup noch zu heiß war als ich die Schokolade dazu gegeben habe. Am Geschmack ändert das allerdings nichts.
Ich hoffe, ich konnte euch das Rezept etwas näher bringen und ihr habt Gefallen daran gefunden. Das würde mich freuen.
Ganz liebe Grüßle
Robby(licious)

8 Kommentare zu “Sachertorte (Original? Schokoklassiker!)

  1. kantmouse sagt:

    Yum! You know, if you ever need a taste-tester, I’d be willing to help out! 🙂 – Kountry

    Gefällt 1 Person

  2. Jochen sagt:

    wow, die hohe Kunst des Backen! Hut ab! Stimme absolut mir dir überein, was die zweite Marmeladenschicht angeht. Ich fand bisher Sachertorte ja immer recht langweilig, aber deine sieht klasse aus 🙂
    Liebe Grüsse
    Jochen

    Gefällt 1 Person

  3. cornelia1972 sagt:

    Hallo Robby – optisch kommt sie dem Original schon extrem nahe! – und ich wohne in der Stadt der Sachertorten;-) – hat sicher auch so gut geschmeckt…..im Sacher verschicken sie diese ja weltweit – wenn wir wieder mal bei unseren Freunden in Berlin sind, dann meld ich mich rechtzeitig – zum Torte kosten 😉

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    • robbylicious sagt:

      Vielen Dank. Das freut mich sehr. Allerdings wohne ich nicht in Berlin. Bin in Süddeutschland, Pforzheim, zuhause.
      Ganz liebe Grüße
      Robby(licious)

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      • cornelia1972 sagt:

        Na schau – da hab ich schon mal falsch gelesen – ich dachte auch Du bist wie Dein bester Freund von Pforzheim nach Berlin „ausgewandert“ – war von der Hochzeitstortengeschichte so hingerissen, dass ich gar nicht mehr weitergelesen hab…. tja – vielleicht solltest dann Deine Törtchen auch verschicken;-) – ich werd die Brownies ausprobieren – bei uns regnet es die ganze Zeit….

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